Trans*Identität / nicht-binäre Personen

Trans*Identität – Begleittherapie und Gutachtenerstellung

Ich verwende den Begriff ‚Trans*Identität’ hier zusammenfassend für viele verschiedene Selbstbeschreibungen. Trans*Identität bedeutet, dass die subjektiv empfundene, gefühlte Geschlechtsidentität nicht mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Geschlechtsempfinden verortet sich dabei nicht nur in einem binären Geschlechtersystem als ‚Mann‘ oder ‚Frau‘, sondern umfasst eine Vielzahl verschiedener Geschlechtsidentitäten.

Dies ist für viele Menschen und v. a. auch Kinder oft mit Leidensdruck verbunden, da wir in einer Gesellschaft leben, die in den meisten Bereiche binär und cis*geschlechtlich strukturiert ist (cis* bedeutet Übereinstimmung von gefühltem und bei Geburt zugewiesenem Geschlecht) und das soziale Umfeld oft wenig akzeptierend und unterstützend auf ein Outing als nicht-cis* und / oder nicht-binär reagiert. So erleben trans* und nicht-binäre Personen übermäßig häufig Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt.

Auch die MDS-Begutachtungsrichtlinien für die Beantragung körpermodifizierender Maßnahmen bei der Krankenkasse stellen entmachtende und diskriminierende Vorgaben für betroffene Personen dar. So sind in Deutschland für den Beginn einer Hormontherapie und die Beantragung eventuell gewünschter weiterer medizinischer Maßnahmen immer noch eine begleitende Psychotherapie (Begleittherapie) sowie Stellungnahmen durch die Psychotherapeut_innen zur Beantragung bei der Krankenkasse bzw. dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen notwendig.

Begleittherapie sowie Indikationsstellung sind bei mir möglich.